Reitsport Rave
Messung der Kammerweite
Der gewünschte Sattel darf nicht zu groß (drückt dann auf den Widerrist) und auch nicht zu schmal sein (drückt in den Muskel). Maßgeblich für die Passform des Sattels sind somit die Winkel, die der Sattel an bestimmten Punkten auf dem Rücken Ihres Pferdes einnimmt. Der wichtigste Winkel ist dabei zweifellos jener im Bereich des Widerrists Ihres Pferdes (hier liegt das Kopfeisen des Sattels). Dieser befindet sich hinter der Schulter. Es ist hier von großer Bedeutung tatsächlich hinter der Schulter zu messen, um die Schulterfreiheit, die Ihr Pferd in seinen Bewegungen braucht, zu gewährleisten. Ein auf der Schulter des Pferdes liegender Sattel beschränkt dieses nicht nur in den Seitengängen.

1. Zur korrekten Messung der Kammerweite Ihres Pferdes benötigen Sie ein Stück biegsamen Drahtes, welches 42 cm lang sein muss.
2. Markieren Sie die Mitte des Drahtes.
3. Finden Sie dann das Ende des Schulerblattes Ihres Pferdes mittels Ertasten. Eventuell das Vorderbein hochheben. Markieren Sie die Stelle ca. 2-3 Finger breit dahinter. Genau in dieser Vertikalen biegen Sie das Stück Draht um den Widerrist. Auf jeder Seite sind dann 21 cm Draht.
4. Sie zeichnen hierauf die sich ergebende Form des Drahtes auf einem Stück Papier nach. Der Abstand der beiden Enden ergibt dann die Kammerweite Ihres Pferdes (siehe Grafik unten).
Zur Sicherheit können Sie die Messung noch einmal kontrollieren, indem Sie den Draht erneut auf den Widerrist legen. Dieser sollte nun passend geformt sein.
Von großer Bedeutung ist zudem die Länge des Sattels (daraus ergibt sich dann auch die Größe der Sitzfläche). Der Sattel sollte gut proportioniert auf Ihrem Pferd liegen. Ihr Pferd sollte weder "unter gehen", noch soll der Sattel zu klein erscheinen. Der Sattel soll nicht über den Ansatz des letzten Rippenbogens hinaus gehen.
Außerdem notwendig ist beim Kauf eines spanischen Sattels die Messung 40 cm weiter hinten bzw im Bereich des letzten Rippenbogens (siehe Bild). Hier gehen Sie gleich vor.
Bitte beachten Sie auch den Schwung. Das heißt die Längsmessung vom Widerrist über die Sattellage in Richtung Lende Ihres Pferdes. Bei der Messung des Schwungs gehen legen Sie den Draht auf den Rücken und gehen gleich vor wie bei der Messung der Kammerweite.
Geben Sie uns Besonderheiten des Rückens bekannt (zB Senkrücken) und schicken Sie in jedem Fall mehrere Fotos vom Rücken Ihres Pferdes. Am besten aus verschiedenen Blickwinkeln, Kopf unten sowie Kopf oben.
Bitte beachten Sie bei allen Messungen, dass Ihr Pferd unbedingt gerade steht!

Bitte zeichnen Sie auch die cm Angaben in die Skizzen ein!
Das richtige Kopfeisen muss parallel zum Körper Ihres Pferdes liegen. Ansonsten können Muskel atrophieren (zu eng) bzw der Sattel vorne zu tief liegen und ergo hinten zu hoch (zu weites Kopfeisen).
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